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ADHS-Behandlung

Das Bildungszentrum für Hyperkinetik besteht seit 2002 unter diesem Namen in Hessen und arbeitet seit mehr als zehn Jahren mit AD(H)S-Kindern.

Das Konzept basiert auf der Kooperation mit den Bezugspersonen des Kindes, wie beispielsweise Eltern, Lehrern und Erziehern. Ziel ist es, dass der AD(H)S-Betroffene schlussendlich lernt, mit seiner Schwäche umzugehen und ein weitgehend „normales“ Leben zu führen. Hierfür arbeitet das Bildungszentrum für Hyperkinetik auch eng mit den behandelnden Ärzten und Psychologen zusammen.

Das Bildungszentrum für Hyperkinetik setzt individuell bei den Schwächen des Betroffenen an.

Persönlichkeitstraining, welches Verhalten, Wahrnehmung der eigenen Person und die seines Umfeldes, soziale Kompetenz, Kommunikationsbereitschaft, Kritikfähigkeit, Diskussionsbereitschaft, Konfliktlösung, Förderung des Selbstwertgefühls, Gruppengemeinschaft (Teamarbeit), Förderung der Konzentration und selbständiges Erarbeiten von Aufgaben, Organisation des täglichen Ablaufs von Pflichten und Freizeit, Kontaktfähigkeit und Teamgeist sowie Eigenverantwortung umfasst, soll helfen, den Alltag der AD(H)S-Betroffenen und deren Familien konfliktfreier und entspannter zu gestalten. Durch Zeit- und Zielmanagement lernt der Betroffene Erfolg zu erzielen und einzuschätzen sowie seinen Alltag zu organisieren.

Des Weiteren lernt er, sein Verhalten auf bestimmte Situationen individuell anzupassen (hierzu gehört auch eine erhöhte Kritikfähigkeit und eine höhere Frustrationsgrenze) und erhält somit die Chance, sich „normal“ in soziale Strukturen einzugliedern.

Parallel hierzu finden die Bearbeitung der eventuell bestehenden Teilleistungsstörungen und die Eingliederung in das schulische/arbeitsbedingte Gemeinschaftsleben statt.

AD(H)S-Betroffene und deren Familie

Weiterhin soll eine Verbesserung des alltäglichen Ablaufs und der gemeinsamen Beziehungen in der Familie herbeigeführt werden. Das ist nur durch die konsequente Zusammenarbeit von Eltern, Geschwistern und dem Kind/Jugendlichen zu erreichen.

Schuldzuweisungen, Kommunikationsschwierigkeiten, Misstrauen und vor allem im Teenageralter verhärtete Fronten bei Eltern und Jugendlichen sorgen für Spannungen im familiären Tagesablauf.
Ständige Auseinandersetzungen, Aggression, Frustration und/oder Rückzug aller Beteiligten sind oftmals die Folge und die bekannten „Schwierigkeiten“ von AD(H)S-Betroffenen verstärken sich.

Konfliktlösende Gespräche zur Deeskalation von Krisen und zur Förderung der gegenseitigen Kommunikationsbereitschaft sorgen neben klaren Alltagsstrukturen für eine Verminderung der Stressfaktoren.

AD(H)S-Betroffene in Schule und Beruf

Die Schule stellt unter der Woche den zeitintensivsten Tagesabschnitt im Leben eines Kindes/Jugendlichen dar. Er prägt das Kind und fördert sein Selbstbewusstsein oder setzt es herab.

An Teilleistungsstörungen wie LRS bzw. Dyskalkulie wird gearbeitet, um auch in der Schule einen sichtbaren Erfolg zu erzielen. Teamgespräche mit Ausbildern, Lehrern und Eltern sorgen für Deeskalation im meist festgefahrenen Schul- oder Ausbildungsumfeld. Die enge Kooperation mit den Lehrern ermöglicht es, im Fall von Mobbing durch Kinder bzw. allgemein auch im Falle einer Ablehnung durch den/die Lehrer, da das Kind ungehorsam, faul oder dumm wirkt, in diesem Bereich deeskalierend einzuwirken und eine Lösung herbeizuführen

Ein AD(H)S-Betroffener, der in Schule und Beruf erfolgreich ist, hat ausreichend Kraft und Mut, Konflikten gegenüber zu treten, kritikfähig zu sein und im sozialen Umfeld seinen Platz einzunehmen, eine weiterführende Schule zu besuchen oder in den Beruf zurückzukehren.

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Durch eine Verbesserung in einem der Bereiche entspannt sich die Gesamtsituation und die Möglichkeit einer weiteren Verbesserung wird eröffnet. Der Teufelskreis wird aufgebrochen.

Hierdurch ist es letztendlich möglich, das Selbstwertgefühl eines AD(H)S-Betroffenen zu steigern, da Konflikte auf ein erträgliches Maß reduziert werden und die Rückweisungen bzw. Sanktionen geringer ausfallen und ebenfalls in einem „normalen“ Rahmen stattfinden.

 

Durch die Verbesserungen in sozialen Beziehungen zwischen dem Betroffenen und seinem Umfeld ist es ihm möglich, Kontakte aufzubauen, in der Schule bzw. im Beruf solide Leistungen zu erbringen und ein weitgehend „normales“ Leben zu führen.

 

Das Bildungszentrum für Hyperkinetik setzt hierfür in allen Lebensbereichen des Betroffenen an.

Weitere Ressourcen:


 

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