Anzeichen und Ursachen
Seit 1995 ist ADHS auch im Erwachsenenalter bekannt. Wie im jugendlichen Alter sind die Anzeichen völlig unterschiedlich und können Phasenweise auftreten.
Von ADHS betroffene Erwachsene sind oft schusselig und vergesslich, leiden unter Ängsten und Depressionen und haben eine erhöhte Neigung zu Drogen- und Alkoholproblemen.
Niedriges Selbstvertrauen, mangelnde Selbstorganisation und eine niedrige Stresstoleranz provozieren Probleme am Arbeitsplatz. Zu diesen können auch schon von der Kindheit bekannte Symptome führen:Aggressivität, Nervosität in langen Sitzungen, Probleme zuzuhören und Ideen zu tolerieren, die nicht zu den eigenen passen sowie das unbewusste, andauernde Unterbrechen von Kollegen können die Situation verschärfen und sind typische Anzeichen. Von ADHS betroffene Erwachsene können oft besser allein arbeiten als im Team. Doch ADHS birgt nicht nur Schwierigkeiten, sind die Betroffenen von einer Sache überzeugt und werden sie von Kollegen geschätzt, akzeptiert und haben Erfolge, zeigen sie grenzenlosen Einsatz, sind motiviert und ehrgeizig.
Im privaten Umfeld haben von ADHS betroffene Erwachsene meistens nur wenige Freunde. Das mag vor allem an der mangelnden Alltagsorganisation und der geringen Kompromissbereitschaft liegen. Meinungsverschiedenheiten eskalieren schnell.
Alle genannten Faktoren sind nur Anzeichen und können in allen Lebenssituationen auftreten. Wichtig ist die Intensität. Sollten Sie den Verdacht haben, Sie oder Ihr Kind leiden unter ADHS, suchen Sie einen Fachmann auf und lassen Sie eine Diagnose stellen.