Anzeichen und Ursachen
Bei Jugendlichen äußert sich ADHS vornehmlich durch die drei Leitsymptome Aufmerksamkeitsdefizit, Hyperaktivität und Impulsivität. Sie laufen Gefahr, sie in sozialen Randgruppen wieder zu finden und sind erhöht Alkohol- und Drogen-Missbrauchsgefährdet.
Weitere Anzeichen für ADHS können Depressionen, Ängste oder eine verzögerte Entwicklung sein. ADHS-Kinder sind oft sehr kritikempfindlich. Meinungsverschiedenheiten werden ausgiebig und nicht selten aggressiv diskutiert. Sie sind von ihrer eigenen Meinung überzeugt, ihnen fällt es schwer, Autoritäten zu akzeptieren. Auf der anderen Seite haben sie einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Sind sie der Meinung, ein Anderer werde ungerecht behandelt, zeigen sie selbstlosen Einsatz.
Außerdem können eine Null-Bock-Mentalität, mangelnde Selbstorganisation und starke Stimmungsschwankungen auf ADHS hinweisen. Von ADHS betroffene Jugendliche sind nach außen zumeist selbstbewusst und zeigen sich sehr extrovertiert. In ihrem Inneren herrscht jedoch das genaue Gegenextrem vor:Oft haben sie nur wenig Selbstbewusstsein und wollen lediglich akzeptiert werden, können aber nicht verstehen, warum ihnen das nicht gelingt. Für sich suchen sie dann oft Erklärungen, die Mädchen beispielsweise in ihrem Aussehen finden, woraus sich Essstörungen entwickeln können.
Auch im Beruf können sich von ADHS betroffene Jugendliche nicht anders verhalten. Ähnlich wie in der Schule wirken sie auf ihren Arbeitgeber unorganisiert, chaotisch, faul oder rebellisch, was zu einem Problem am Arbeitsplatz führen kann.